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Langfristige Pilleneinnahme ohne Risiko

Entwarnung für Frauen über 45 Jahren, die in jungen Jahren die Pille genommen haben: Bei ihnen ist die Sterberate im Vergleich zu Frauen ohne Hormoneinnahme nicht erhöht. Zu diesem Ergebnis kam eine groß angelegte britische Langzeitsstudie an der Universität Aberdeen. An der Untersuchung hatten mehr als 46.000 Patientinnen aus 14.000 allgemeinmedizischen Praxen teilgenommen. Die Frauen wurden bis zu 39 Jahre lang nachbeobachtet. Umgerechnet ergab dies knapp 820.000 „Frauenjahre“ mit und 378.000 Jahre ohne Pilleneinnahme. Von den Frauen, die die Pille geschluckt hatten, starben in diesem Zeitraum 2.864; ohne waren es 1.747. Dementsprechend war die Sterberate, etwa infolge von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, langfristig nicht erhöht, sondern sogar um zwölf Prozent verringert. Die Studie dürfte vor allem für Frauen beruhigend sein, die die früher üblichen höher dosierten Präparate mit mindestens 50 Mikrogramm Ethinylestradiol eingenommen haben. Ethinylestradiol ist ein synthetisches Östrogen, das auch noch heute in vielen Antibabypillen eingesetzt wird.
(British Medical Journal/Ärztezeitung)